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Hamam-Bereich im Turmcarrée

Referenzobjekt Turmcarrée mit Fitness- und Wellness-Studio

In einem neuen Wohn- und Geschäftshaus mitten in der Frankfurter Innenstadt wird der Angebots-Mix durch ein hochwertiges Fitness- und Wellness-Studio erweitert. Wegen der zu erwartenden ständigen Feuchtigkeitsbelastung in der Luft von bis zu 90% erfolgte der Innenausbau des Hamams in Trockenbauweise mit speziellen wasserfesten, zementgebundenen Platten.

Geschichte trifft Moderne. Die Innenstadt von Frankfurt ist um ein neues, spannungsgeladenes Architektur-Ensemble reicher, das kaum gegensätzlicher sein könnte: Auf der einen Seite der Eschenheimer Turm, eines der ältesten Gebäude der Stadt und Relikt der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung, auf der anderen Seite ein sechsgeschossiger Neubau aus Beton und Glas. Hier das weitgehend im Originalzustand erhaltene Wahrzeichen der Metropole aus dem 15. Jahrhundert, dort das sachliche, streng symmetrisch aufgebaute Fassadenbild der modernen Immobilie – in ihrer Art typisch für die Architektur des 21. Jahrhunderts.  


Mit einem Mix aus Geschäften, Büros und Wohnungen ergänzt und bereichert das Turmcarrée das urbane Leben im Quartier. Drei repräsentative Foyers gliedern und öffnen den optimal an die Infrastruktur der Innenstadt angebundenen Komplex. Eine mehr als 60 Meter lange Schaufensterfront unter wettergeschützten Arkaden zieht die Besucher ins Innere. Shopping und Lifestyle stehen im Erdgeschoss im Fokus. Auf einer Gesamt-Präsentationsfläche von 1250 m² sind hier ein attraktiver Mix von Läden für den täglichen Bedarf sowie Boutiquen und Restaurants untergebracht.  Die oberen Ebenen dagegen sind den Bereichen Wohnen und Arbeiten zugeordnet. Auf insgesamt 5800 m² gibt es dort flexible Büroflächen mit Platz für bis zu 300 komfortable Arbeitsplätze und großzügigen Terrassen. 11 City-Appartements, alle mit spektakulärem Blick auf die Frankfurter Skyline ausgestattet, teilen sich eine Fläche von rund 1200 m².  

Ergänzt wird der bunte Angebots-Mix im Turmcarrée durch ein Studio aus dem hochwertigen Segment, das einen großen Teil der Erdgeschossfläche sowie weitere Flächen in den beiden darüber liegenden Etagen nutzt. An sieben Tagen genießen die Mitglieder ganzheitliches Training und Entspannung im stilvollen Naturambiente. Dazu wurden die Räume vom Frankfurter Architektenbüro KSP Jürgen Engel Architekten und Innenarchitektin Ushi Tamborriello ausschließlich mit hochwertigen und natürlichen Materialien ausgestattet. Hochtechnologische Geräte treten dabei in Dialog mit edlen Hölzern, Natursteinen und Glasmosaiken und sorgen für eine natürliche Aktiv- und Wohlfühl-Atmosphäre, die mit vier Dampfbädern, Entspannungsbecken und Massageräumen an ein 5-Sterne-Hotel erinnert.  

 

Kern des Studios ist ein Hamam nach orientalischem Vorbild, jedoch modern interpretiert, der allein etwa 600 m² des insgesamt rund 3500 m² großen Fitnessbereiches für sich beansprucht. Er besteht aus vier geschlossenen Dampfbadzellen, die an einem Umgang angeordnet sind, der nacheinander die verschiedenen Stationen erschließt. Dazu gehören ein Entspannungsbecken, Duschanlagen, Entspannungsräume mit Sitzbänken und Liegen aus gewärmtem Naturstein sowie weitere Dampfbäder und Räume zum Waschen und für Körperpflege.  

Der Ausbau erfolgte in Trockenbauweise. „Es war die optimale Lösung“, erklärte Architekt Lars Huber von KSP Jürgen Engel Architekten, der für die Entwurfs- und Ausführungsplanung verantwortlich war und die Bauleitung vor Ort unterstützte, „die Deckenstatik war nicht für einen massiven Ausbau mit Mauerwerk oder Betonbauweise ausgelegt.“ 

Für die Trockenbauweise sprach auch die Unabhängigkeit bei der Raumaufteilung. Sie bietet dem Betreiber des Fitness- und Wellness-Studios die Option, spätere Umbauten und Grundrissänderungen je nach Bedarf flexibel und ohne großen Aufwand durchzuführen. Jedoch galt bei der Auswahl der eingesetzten Baustoffe größte Sorgfalt. Dabei standen vor allem die zu erwartenden Belastungen durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Hamam im Vordergrund. „Bei einer Luftfeuchtigkeit, die dauerhaft im Bereich von 80% bis 90% liegt,“ erläuterte Architekt Lars Huber, „bestanden besondere Anforderungen an die Bauphysik und die Dampfbelastbarkeit der eingesetzten Materialien. Deshalb konnten wir hier natürlich nicht mit normalen Trockenbau-Konstruktionen arbeiten.“

Dauerhaft bis zu 90% Luftfeuchtigkeit 


Der Ausbau erfolgte schließlich mit zementgebundenen Bauplatten, die speziell für den Ausbau von Nassräumen konzipiert wurden. Sie bieten die gleichen Vorteile wie herkömmliche Trockenbau-Konstruktionen, eröffnen der Branche jedoch wegen des speziell auf den Nassbereich erweiterten Einsatzbereiches ganz neue Perspektiven. Eingesetzt wurde Fermacell Powerpanel H2O für Wand- und Deckenbekleidungen sowie für sämtliche Zwischenwände. Mit dem geringen Plattengewicht von 13 kg/m² konnten damit Probleme mit der Deckenstatik von vorneherein ausgeschlossen werden. 


Die beidseitig mit einem alkaliresistenten Glasfasergewebe armierten Leichtbeton-Platten mit Sandwichstruktur sind diffusionsfähig (Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von µ= 56), Schimmelpilz-resistent und vor allem widerstandsfähig gegen Wasser. Eine große Stabilität ermöglicht schon bei einlagiger Beplankung stark belastbare Konstruktionen, die zudem kratz- und schlagresistent sind. Hinzu kommen hohe Druck- und Stoßfestigkeiten, die die mechanische Sicherheit in hochbeanspruchten Bereichen verbessern. Mit einem günstigen Dehn-, Schwindverhalten bildete Fermacell Powerpanel H2O den idealen, wasserresistenten Untergrund für die hier vom Ausstattungskonzept vorgesehenen hochwertigen Beschichtungen und Bekleidungen. Außerdem bieten die Platten gute Schalldämmwerte: So erreicht Powerpanel H2O bereits bei einlagiger Beplankung und entsprechender Hohlraumdämmung Werte von 49 dB, bei zweilagiger Verarbeitung 57 dB, wie sie im Turmcarrée gewählt wurden. 

Die speziellen Materialeigenschaften von Fermacell Powerpanel H2O ermöglichen eine Verarbeitung der Wandplatten in sämtliche Wassereinwirkungsklassen (gemäß DIN 18534). Die Wandplatten sind für den Einbau in privaten Sanitärräumen oder Wellness-Bereichen (Klasse W1-I) ebenso geeignet wie für Konstruktionen in Saunen oder anderen öffentlichen und gewerblichen Nassräumen (Klasse W2-I) und halten auch chemischen Beanspruchungen in Großküchen (Klasse W3-I) stand.

Korrosionsschutz 

Rund 4500 m² Fermacell Powerpanel H2O kamen beim Ausbau des Fitnessstudios im Frankfurter Turmcarrée zum Einsatz. Eingesetzt wurden Platten mit einer Größe von 1250 x 2000 mm, der Hersteller bietet darüber hinaus Längen von 2600 mm und 3010 mm an. Die Plattendicke beträgt bei allen Formaten 12,5 mm. 

Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit waren Außenwände und Decken vor der Beplankung zunächst mit Schaumglaspaneelen gedämmt worden. In besonders wasserbeanspruchten Bereichen wurden die Zwischenwände dagegen ohne innenliegende Dämmung ausgeführt, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden. „Bei dem natürlichen hohen Schalldämmwert der Wände war dies aber kein Problem. Wir konnten darauf sehr gut verzichten und mussten kein Risiko eingehen“, sagt Architekt Lars Huber.   

Die Verarbeitung erfolgte zweilagig auf einer Unterkonstruktion aus speziellen Metallprofilen, die mit einem Feuchtraum geeigneten Korrosionsschutz nach DIN EN 13964 ausgestattet sind. Ebenfalls den Anforderungen an den Korrosionsschutz entsprachen die Befestigungsmittel. Fermacell hat hier spezielle Schrauben entwickelt, die die Korrosivitätskategorie C4 nach DIN EN ISO 12944-2 erreichen und für Räume mit hoher Feuchtebelastung geeignet sind. Eine optimierte Gewindegeometrie sorgt zudem für das schnelle Eindringen der Schrauben ohne aufwändiges Vorbohren und garantiert sicheren Halt in der Unterkonstruktion. Der Schraubenkopf lässt sich außerdem gut in der Platte versenken.

Die Verbindung von Powerpanel H2O Platten wurde, wie vom Hersteller empfohlen, in Klebefugentechnik mit Fermacell Fugenkleber ausgeführt, der für die  Wassereinwirkungsklassen W0-I und W1-I bzw. W2-I (gemäß DIN 18534)  geeignet ist.

 


Schnelle Verarbeitung 

Der schnelle und einfache Aufbau erwies sich beim Frankfurter Turmcarrée als einer der wesentlichen Vorzüge der Powerpanel Konstruktion. Zuschnitte konnten von den Mitarbeitern des ausführenden Unternehmens M-Bauservice mit einer Handkreissäge hergestellt werden. Dabei war ein mit Hartmetall bestücktes Sägeblatt völlig ausreichend. Rundungen und Anpassungen wurden mit einer Stichsäge oder mit einem Hohlraumdosenbohrer hergestellt. „Die eingesetzten großen Plattenformate von 1250 x 2000 mm beschleunigten den Arbeitsfortschritt zusätzlich“, betont Detlev Fahlbusch, Betriebsleiter der M-Bau-Service, „da wir dadurch Querfugen und deren Verklebung einsparen konnten.“


Oberflächenbearbeitung 

Grundsätzlich verfügt Powerpanel H2O bereits werkseitig über eine sehr glatte, wasserfeste Oberfläche. Für viele Anwendungen dürfte es daher ausreichen, im Wandbereich lediglich Schraubenköpfe und Eckfugen abzudichten. Wegen der zu erwartenden ständigen hohen Luftfeuchtigkeit wurde im vorliegenden Fall zunächst ein spezielles gummiertes Abdichtungssystem auf Epoxydharz-Untergrundspachtelung aufgebracht. Zum Schutz der Beschichtung und als Haftbrücke für die nachfolgenden Oberflächen wurde anschließend eine weitere Spachtelung auf Epoxydharz-Basis in Q4-Qualität aufgebracht. Ein abschließendes Oberflächen-Finish mit künstlichem Kaffeepulver sorgt für das edle Erscheinungsbild.   

 

Fazit

Beim Ausbau des Haman-Bereichs in einem Fitness und Wellness-Studio mit einer ständigen Luftfeuchtigkeit von 80% bis 90%, erwiesen sich die Nassraum-geeigneten Leichtbeton-Bauplatten Powerpanel H2O als ideale Lösung. Sie ließen sich leicht und schnell verarbeiten, sind stark belastbar und ermöglichten sogar eine nicht alltägliche Raumgestaltung mit edlen Beschichtungsmaterialien. Damit zeigte das Objekt gleichzeitig neue Perspektiven für den klassischen Trockenbau auf. 

fermacell® Powerpanel H2O

Kann mit besonderen Merkmalen überzeugen

fermacell® Powerpanel H2O sind zementgebundene Leichtbeton-Bauplatten mit Sandwichstruktur und beidseitiger Deckschichtarmierung aus alkaliresistentem Glasgittergewebe. Sie bieten jede Menge Vorteile bei hoch feuchtebeanspruchten Wand- und Deckenkonstruktionen.

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